Die absolute Einsamkeit im Maschinenraum

Medien | Interview: Armin Thurnher | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Wie Computer und Spieltheorie unser Leben verformen. FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher im Gespräch

Frank Schirrmachers neues Buch "Ego“ hat eine starke These: Nach dem Ende des Kalten Kriegs arbeitslos gewordene Physiker brachten ihre Spieltheorie an die Wall Street. Die menschliche Raubtieridentität wandert als Algorithmus, als mathematische Problemlösung in den Computer und formt so das Leben der Menschen, die nur noch digitales Spielmaterial darstellen. Das schafft nicht nur viel Geld für wenige, es bedroht unsere Autonomie und die Demokratie. Wir sprachen mit Schirrmacher in München über sein Buch.

Falter: Herr Schirrmacher, wie gehen Sie mit der Kritik an Ihrem Buch um? Gibt es welche, die Sie berechtigt finden?

Frank Schirrmacher: Als Herausgeber einer großen Zeitung muss ich automatisch mit Kritik rechnen, ja ich kann gar nichts anderes erwarten. Insofern war es für mich überraschend, dass die großen, seriösen Zeitungen das Buch so positiv besprochen haben. Ich freue mich


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