Great Depression

Feuilleton | Rasterfahndung: Matthias Dusini | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Der Fotokünstler Lewis Baltz und der Comicautor Chris Ware montieren die Leere der US-Gesellschaft zu Bildrastern von eiskalter Schönheit

Wer die Befindlichkeit der Gegenwart ins Auge fasst, kommt an der Depression nicht vorbei. Die Künstler Chris Ware und Lewis Baltz widmeten sich der dunklen Seite der von Leistung faszinierten US-Gesellschaft. Eine Ausstellung und ein Buch sind der Anlass dafür, die beiden Meister der Reduktion einander gegenüberzustellen.

"Ä … Ahm“, sagt Jimmy Corrigan. Was er denn für eine Ausbildung habe, will ein Mädchen wissen. "I… Ich? Das Übliche, d… denk ich …“ So spricht einer, dessen Zunge vom vielen Schweigen lahm ist. Der Comicautor Chris Ware, 45, erzählt in "Jimmy Corrigan - der klügste Junge der Welt“ die Geschichte eines dicklichen Losers Mitte 30 als Parabel auf eine leidende Gesellschaft. Die Menschen sind in ihrem inneren Rahmen gefangen, wie die Bildkader, die sich im Gitterraster über die Seiten verteilen.

"Jenes am Ende des


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige