Welt im Zitat 

Fehlleistungsschau

Feuilleton | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Schopfiger Scheitel, gischtiger

Eine völlig unsichtbare Musik, die man zwar hören kann, von der man weiß, dass sie da ist. Aber wenn man nach ihr sucht, wenn man sie packen und vielleicht sogar schütteln will, beim Schopf oder bei den Wurzeln, dann ist das einfach - nichts. Musik, die die Kraft hat, sich selbst und die Leute und die Apparate verschwinden zu lassen, die sie spielen. Ihnen alle sichtbaren Differenzen auszutreiben, sie zu verklären, unverwundbar zu machen. Möglicherweise ja auch ihre Hörer. (…) James Blakes "Overgrown“ klingt eher wie die Gischt, wie das unendlich verlangsamte Geräusch des Wassers, das in Zeitlupe gegen die Felsen spült.

Was der Rezensent der SZ eingenommen hat, wird sicher von keinem Hausarzt verschrieben

Falsches Viertel

Warum nicht auch mal für die Kunst einen Ausflug ins Waldviertel wagen? Zu seinem 75. Geburtstag hat Hermann Nitsch in dem ihm gewidmeten Museum in Mistelbach eine große Retrospektive seines Gesamtwerks gestaltet.

Aus der Falter:Woche


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