Na Mahlzeit, Kinder!

Stadtleben | Reportage: Nina Horaczek | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Zwischen Fließbandfriteuse, Panieranlage und Gefrierstraße: was Wiener Kindergarten- und Schulkinder auf ihre Teller bekommen

Fünfeinhalb Tonnen Rinderfaschiertes, vermischt mit mehr als 600 Kilo Semmelbröckerln, schieben sich durch einen riesigen Nirostatrichter. Ein spezieller Aufsatz presst tausende Laibchen aus der Fleischmasse, die durch 400 Liter kochendes Rapsöl gezogen werden. Weiter geht’s per Fließband in den "Heißlufttunnel“, in dem das Fett abgeblasen wird, danach kommt, um die Saftigkeit des Fleisches zu erhöhen, der "Dampfer“.

Wir sind nicht bei McDonald’s. Diese Fleischlaberln aus der Frittierstraße in Wien-Oberlaa liegen knapp 24 Stunden später auf den Tellern von etwa 50.000 Wiener Kindergarten- und Schulkindern. Die Firma Gourmet aus St. Pölten, ein Betrieb aus dem Hause Raiffeisen, ist der Platzhirsch unter heimischen Kinderverköstigern. Als zweiter Anbieter liefert in Wien Max Catering täglich bis zu 14.800 Portionen an öffentliche Schulen und Kindergärten.


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