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Winters Endspurt: Pampelmuse beschert exotische Gefühle

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Pampelmusensaft

Stadtleben | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Aufgrund des langen Winters schnellt die Heizkostenabrechnung in die Höhe - dann sollte man sich bei den Ausgaben für den kältebedingt gesteigerten Vitamin-C-Bedarf aber auch nicht lumpen lassen. Wenn nun schon die regionale Wiener Glashauskirsche auf dem Markt feilgeboten wird (deren CO2-Abdruck auch nicht allzu niedrig zu sein dürfte), dann könnte man sich ausnahmsweise an einem Saft vergreifen, der in Frankreich hergestellt und dessen Früchte in den USA geerntet werden: Von Pampelmuse oder Pink Grapefruit ist hier die Rede.

Aber Obacht! Es handelt sich streng genommen um zwei verschiedene Sorten, die aufgrund ihrer geschmacklichen Ähnlichkeit oft in einem Atemzug genannt werden. Die Einweg-Glasflasche von Caraibos erinnert an jene Zeiten, in denen Granini noch der Inbegriff von Fruchtigkeit war. Selbst die Flasche sollte mit der Ananas assoziiert werden, die die Vorstellung von Exotik und Paradies aufs Vortrefflichste bedient.

Die im Jahr 1976 gegründete und in Blanquefort bei Bordeaux ansässige Firma setzt auch auf karibisches Flair und ist im Barkeepergeschäft verankert. Jetzt wissen wir auch, warum Cocktails teuer sind. Mit 4,50 Euro für einen Liter Saft sitzt man bald auf dem Trockenen. Und wem dieser Saft zu herb ist, Grapefruitgeschmack aber dennoch liebt, der kann gelegentlich auf die aludosenverpackte Limonade Palomá zurückgreifen. Mit Agavendicksaft und Meersalz will man hier exotische Gefühle aufkommen lassen. Übrigens: Hände weg von Pepsi Max! MS


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