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Steiermark | Analyse: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

In der Steiermark fehlen tausende Wohnungen, nun schlägt sogar die Regierung selbst Alarm

Seit 20 Jahren lebt Frau K. in ihrem 55-Quadratmeter-Häuschen, und es muss ihr immer mehr wert werden. Die Miete ist in den letzten Jahren von 283 auf 353 Euro geklettert, dazu kommen 93 Euro für den Strom und bis zu tausend Euro pro Winter für Brennholz. Die Wohnbeihilfe ist jedoch gesunken: Erhielt die Grazerin vor drei Jahren noch 150 Euro, sind es seit dem Landes-Sparpaket nur noch 106. Bleibt nicht mehr allzu viel zum Leben, Frau K. bekommt nur 793 Euro Pension.

Wenn sie hört, wie wichtig "leistbares Wohnen“ den "Reformpartnern“ plötzlich ist, kann sie nur staunen. Nach der Bundesregierung haben sich nämlich auch diese auf das Thema gesetzt. Höchste Zeit: Es fehlen tausende Wohnungen, und der Mangel lässt die Preise in die Höhe schnellen.

"Explodierende Wohnkosten bedrohen Existenzen, Wohnen entwickelt sich vom Grundrecht zum Luxusgut.“ Dieser ehrliche Aufschrei stammt erstaunlicherweise


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