Phettbergs Predigtdienst

Wenn ich mir keine Rettung finde …

Kolumnen | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr

Mein Herz spüre ich klopfen, es will mir darin mitteilen: "ICH MUSS WENIG ESSEN = FASTEN!!!“ Ich habe meine Tagesstruktur laufenlassen und daher viel zu viel gefressen RUFZEICHEN. Herzliebe Frau Göbel, retten Sie mein Leben, nehmen Sie das Heft in die Hand, die Volkshilfe könnte … Wenn ich reich wäre, führe ich in ein Kloster, wo ich so lange fasten könnte, bis ich wieder mir selber gefiele. Lange vor meinem Alltagsscheiß mich schützen! Heute bin ich ganz arg in meine Hosen verliebt, die ich seit meiner letzten Waschung anhabe & der Körpergeruch, den ich ausstrahle, ist exakt! Ich würde mich sogar jeden Tag duschen lassen, als Reicher mit drei Schlaganfällen, bis ich mich wieder zu mir heimkommen lassen würde. Wenn ich mir keine Rettung finde, fall ich eines Tages mit einem vierten Schlaganfall tot um! Auf keinen Fall darf ich weiter so viel essen, HILFE.

Ich bin im Einundsechzigsten und habe mich heute im Traum zum x-ten Mal um die Matura beworben in der Handelsakademie Laa an der Thaya. Denn in der Klasse, in der ich saß, waren auch einige von der Handelsschule Laa an der Thaya, die tröstete ich im Traum, dass ich auch nur die Handelsschule Retz hätte! Der Klassensprecher hatte bereits die Matura bestanden und gefiel mir exorbitant. Der Traum tat so, wie wenn ich in zwei Jahren dann auch ernsthaft zur Matura antreten wollte. Mein Herz klopft exorbitant, ich muss was tun!

Und wie ich was geschehen ließ: Als Frau Göbel "heimhelfen“ war, erzählte ich das so spannend, dass sie sich nur mehr zu helfen wusste, indem fünf Minuten danach das Rote Kreuz vor der Tür stand und mich einpackte. Mein Herz pumperte ganz arg und wenn ich reden wollte, drohte mein Hirn mir zu platzen. In der Ambulanz des Wilhelminenspitals wurde ich jedoch als zu gesund eingestuft, und sie fuhren mich wieder heim. Also, besorgte HERZLIEBE Nothelfys, ich bin wieder daheim! Gegessen habe ich zwei Butterbrote mit einem Eckerlkäse des Krankenhauses und Gemüse, das Frau Göbel mir mitgegeben hatte. Gott sei Dank, leider Gottes, wurde jedoch "alles bestens“ an mir befunden. Ich betrachte diesen fünfstündigen Zwischenaufenthalt im Wilhelminenspital als ernste Mahnung, mich zusammenzureißen!

Phettbergs Predigtdienst ist auch über

www.falter.at zu abonnieren. Unter

www.phettberg.at/gestion.htm ist wöchentlich neu zu lesen, wie Phettberg strömt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige