Musiktheater Kritik

Weder Opernsatire noch improvisiertes Kabarett

Lexikon | HR | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Der vergangene Reichtum einer Pazifikinsel durch Phosphatvorkommen aus Vogelkot ist in der Tat ein Haben- (oder Sein-)Thema. Lustig noch die vollmundige Ankündigung eines Gastspiels der "Nationaloper Nauru", doch dann setzt sich die Vorstellung in Wiener Lugner-Englisch fort und bleibt dabei. Versuchter Opernsingsang am Anfang wird bald aufgegeben, eh besser, denn unter einer Parodie stellt man sich was anderes vor. Also wird eifrig improvisiert, etwa über Kärnten, wie es Kabarettisten meist besser machen, ab und zu gibt es mit Ukulele-Begleitung einen "Song" oder eine "Bird.Shit. Island"-Hymne. Über vieles, wie die am Ende mit Schaumstoff vollgestopften Akteure, kann man lachen, aber für das, was es hergibt, ist alles eine Stunde zu lang. Verbessern?

Off-Theater, Fr, Sa, Di 19.30 (bis 11.5.)


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