Kunst Kritik

Der grazile Tanz der Plastiksackerl

Lexikon | NS | aus FALTER 15/13 vom 10.04.2013

Wie lässt sich Rauch malen? So lautet eines der Probleme, mit denen sich Silvia Ederer (geb. 1972) eingehend beschäftigt hat. In einem Diptychon ihrer Schau "light shapes the shadow" legte sie Schicht um Schicht Grau auf schwarzen Hintergrund, um den Betrachterblick zu vernebeln. Für die Serie "final frames" verfolgte sie die Vorstellung letzter Filmbilder: Die Schlusseinstellung könnte ein Spot auf einem Hitchcock-Vorhang sein, oder durch Balken brechendes Licht. Nicht nur technisch merkt man den Arbeiten die lange Vertiefung an, ihre Tendenzen ins Abstrakte generieren neue Bilder. So auch bei den gemalten Plastiksackerln, die Ederer zum Tanzen bringt, ohne dass es peinlich wirkt. Am 18.4. (19 Uhr) hält die Germanistin Susanne Hochreiter den Vortrag "Zerfranst. Geschlechter, Räume".

Kunstraum Bernsteiner, bis 1.5.


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