Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Finden Sie, dass Frau Fekter sich richtig verhält?


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

L eider muss man diese Frage in den meisten Fällen mit Nein beantworten. Allerdings handelt es sich weniger um politische Verhaltensauffälligkeit als um System. In der aktuellen Frage des Bankgeheimnisses muss man die europäische und die österreichische Ebene unterscheiden. Die österreichische zerfällt in die psychologische, die symbolische, die innenpolitische und die politmediale. Zuletzt in die lächerliche, aber solchen Kummer sind wir gewohnt.

Psychologisch hat Frau Fekter, und mit ihr die ÖVP und Teile des Boulevards, eine üble Faktendrehung versucht. Sie haben so getan, als ginge es der EU um die Aufhebung des Bankgeheimnisses für jedermann. Was die Folge hätte, dass sofortige Transparenz über die Einkünfte und Vermögensverhältnisse des Nachbarn herrscht. Das ist natürlich kompletter Blödsinn, erzeugte aber Angst und lenkte als Psychotrick ganz gut ab. Transparenz, das ist der österreichische Gottseibeiuns - man erinnere sich an das kurze Leben der Transparenzdatenbank

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