Fall Kampusch: das Versagen der Medien


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Die Justiz hat sich der internationalen Evaluation gestellt. Und was ist mit den Journalisten und ihren Zuträgern?

Es war ein erfrischend professioneller Auftritt, den Jörg Ziercke, der Chef des Deutschen Bundeskriminalamts, da vergangenen Montag hinlegte.

In einem Hintergrundgespräch mit Journalisten im Großen Festsaal des Innenministeriums fasste er die vom Nationalrat beauftragte Evaluation der Kampusch-Ermittlungen durch seine Behörde und das FBI kurz und bündig zusammen.

Erstens: Der Entführer Wolfgang Priklopil war ein Einzeltäter.

Zweitens: Er wurde nicht ermordet, sondern legte sich selbst aufs Gleis.

Drittens: Jene Zeugin, die einen zweiten Täter gesehen haben will, hat sich geirrt. Es gebe für ihre Behauptungen keinen einzigen objektivierbaren Beweis, sondern eher entlastende Indizien.

Viertens: Die vermeintlichen Spuren in die Sadomaso-Szene gibt es nicht.

Fünftens: Auch eine Verschwörung "von oben“, um einen Kinderschänderring zu decken, ist Schwachsinn.

Es ist ein klares

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