Kolumne  Außenpolitik

Iran und Nordkorea: zwei Freunde, die den Westen fordern

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Kein anderes Land verfolgt die Entwicklung der Korea-Krise mit größerer Aufmerksamkeit als der Iran. Die "Achse des Bösen“, die US-Präsident George W. Bush zum Feindbild im "Krieg gegen den Terror“ erhob, setzte Nordkorea und Iran zusammen mit Syrien und Irak auf eine Ebene. Im Lichte der Invasion im Irak wähnten sich die anderen ebenfalls auf der Abschussliste.

Unter Barack Obama hat sich die Strategie der USA verschoben. Nicht die militärische Drohung, sondern die Anstrengungen der Diplomatie sollen die Dreiecksbeziehung zwischen den drei Staaten sprengen. Nordkorea unterstützt den Iran im Atomprogramm, und der Iran hilft dem syrischen Regime im Bürgerkrieg. Die USA - empfiehlt der ehemalige CIA-Chef Woolsey - müssen das Dreieck auseinanderdividieren.

Die erste Reaktion des Westens auf die skurrile, aber keineswegs harmlose Herausforderung durch das Regime Kim Jong-uns war ungewöhnlich zurückhaltend. Erst jetzt scheint die US-Regierung die Bedrohung ernst zu nehmen. Die militärische


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