Die Verbannung der Ikbal K.

Politik | Bericht: Nina Horaczek | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Eine Österreicherin soll nach 20 Jahren ausgebürgert werden. Darf das wahr sein?

Der "Albtraum“ habe im November 2011 begonnen, sagt Ikbal Kartoglu. Damals erfuhr die 27-Jährige, dass sie vielleicht keine Österreicherin mehr sei - obwohl sie hier geboren wurde und sich nie etwas zuschulden kommen ließ. "Die Behörden verweigern mir eine Einreise nach Österreich mit meiner Tochter“, sagt sie. Die oberösterreichische Landesregierung war plötzlich der Meinung, die junge Frau sei seit 1994 Türkin. Nur gesagt hat ihr das keiner.

Ikbal Kartoglu kam im Juli 1985 als Tochter türkischer Gastarbeiter in Bad Ischl zur Welt. Hätte es damals schon einen Integrationspreis gegeben, Kartoglus Familie hätte ihn wohl gewonnen: Der Vater, Schuhstepper in einer Fabrik, lernt nach Feierabend Deutsch. Weil es zu der Zeit noch keine Deutschkurse gibt, lässt er sich von einer deutschen Firma Kassetten und Deutschübungen schicken. Die Mutter arbeitet als Näherin, Tochter Ikbal macht in der Modeschule

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