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Feuilleton | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Die Hormone und das Denken

Bitte mehr von dem Zeug! Natürlich schreibt der Neurologe David J. Linden unter dem Titel "High“ auch über die guten alten Drogen, allerdings auch über viele andere Vehikel, mit denen man auf der gleichen neurologischen Hochschaubahn dahinsausen kann: Sex, Fett, Sport, Glücksspiel können uns ebenso in den siebten Himmel befördern wie in die Hölle der Sucht. Ob masturbierende Hunde, auf vergorene Beeren versessene Affen oder bis zu überlastungsbedingten Knochenbrüchen trainierende Extremsportler: Ihr gemeinsamer Motor ist das neuronale Belohnungssystem. Dieses skizziert Linden plastisch als "Schaltkreismodell der guten Gefühle“. Präzise erklärt er, wie darin die entwicklungsgeschichtlich junge Großhirnrinde mit tiefer liegenden älteren Hirnteilen zusammenarbeitet. Einmal mehr macht der geübte Wissenschaftsvermittler hier schwere Kost mit anschaulichen Beispielen und einfachen Sätzen sehr bekömmlich - Suchtgefahr nicht auszuschließen! AKR

David


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