Von einem, der sich entschieden hat


Buchrezension: Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Ulrike Edschmids verstörender autobiografischer Roman "Das Verschwinden des Philip S.“

Am 9. Mai 1975 sterben auf einem winzigen Grünstreifen im Stadtteil Köln-Gremberg zwei junge Männer an den Folgen eines Schusswechsels. Der 20-jährige Polizist Walter Pauli wird ins Herz getroffen und ist sofort tot. Der 28-jährige Philip Sauber erliegt kurz darauf seinen Schussverletzungen. 28 Wunden wird später ein Arzt zählen, sieben davon tödlich, insgesamt doppelt so viele Schüsse wie die Polizei auf den flüchtenden "Terroristen“ abgegeben haben will. Beim Prozess wird der Sachverständige feststellen, dass aus nächster Nähe auf den am Boden Liegenden geschossen wurde.

Jahre bevor sie im Deutschen Herbst eskaliert, fordert die Konfrontation zwischen dem deutschen Staat und dem sich zusehends radikalisierenden Untergrund zahlreiche Tote. Philip Werner Sauber, 1947 als Sohn eines reichen Zürcher Geschäftsmannes ebendort geboren (und nebstbei Bruder des bekannten Rennstallbesitzers

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige