Der Mime und der Messerwerfer

Feuilleton | Filmkritik: Michael Pekler | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Das Regie-Duo Tizza Covi und Rainer Frimmel führt in "Der Glanz des Tages“ ein ungleiches Paar auf den rechten Weg

Der junge Mann ist begreiflicherweise irritiert, als sich der fremde Besucher vor seiner Haustüre als sein Onkel vorstellt. Er ist ins winterliche Hamburg gekommen, um den Kontakt zu seinem Bruder wieder aufzunehmen, den er seit vielen Jahren nicht gesehen hat. Und diese Gelegenheit nutzt er auch gleich, um seinen Neffen kennenzulernen.

Diesem kommt der ungebetene Gast allerdings recht wenig gelegen. Philipp ist nämlich Schauspieler und gerade auf dem Sprung zur Generalprobe für den "Woyzeck“.

Aber das Interesse für das neue Familienmitglied und die Eitelkeit des Schauspielers überwiegen schließlich: Onkel Walter soll ins Thalia Theater nachkommen und sehen, was sein berühmter Neffe als arroganter Hauptmann draufhat.

Dass Walter stattdessen lieber am Hafen den beleuchteten Schiffen nachschaut, ist dabei durchaus triftig: ohne Büchner zu kennen, lässt der Onkel schon


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