Urbanes Betragen

Stadtleben | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Benimmfibel für Großstadtmenschen (110)

Frau W. hat kürzlich ihr Fahrrad mit ins Bankfoyer genommen (und dafür böse Blicke geerntet). Darf man sein Rad mitnehmen?

Was in aller Welt sollte einen denn dazu bringen, sein Fahrrad in das Foyer einer Bank zu schieben, außer die eigene Faulheit, es geschwind an einem Verkehrsschild festzumachen? Haben Sie, werte Frau W., es denn tatsächlich so brandeilig, dass Sie die paar Sekunden nicht verschmerzen können, die der Vorgang des Ab- und Aufsperrens dauert? Stattdessen lieber ein bisschen Klaustrophobie verbreiten, indem man das Vehikel an den Zehenrändern von Mitwartenden vorbeischiebt? Schalten Sie doch künftig einen Gang runter und nutzen Sie den Outdoor-Banking-Drive-By, sprich: Bankomat, wenn Sie es gar so eilig haben. So sparen Sie sich auch den Ärger über die Spießigkeit Ihrer Mitbürger, die sich über Ihr mitgebrachtes Fahrrad beschweren.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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