7 Sachen, die Sie über Gemeindebaunamen eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Ein Gemeindebau an der Simmeringer Hauptstraße heißt neuerdings Johann-Hatzl-Hof. Wieso das denn?

Weil sich der ehemalige Wohnbau- und spätere Verkehrsstadtrat Johann Hatzl (1942-2011) auch um die Errichtung von Sozialwohnungen verdient gemacht hat. In seiner Amtszeit wurden rund 10.000 Gemeindewohnungen errichtet.

Auch die an der Simmeringer Hauptstraße?

Genau, Anfang der 1980er-Jahre.

Und wieso trägt der Bau nun den Namen des Kommunalpolitikers?

Das ist die Art, wie man in Wien Leute ehrt.

Gemeindebauten werden ja nicht mehr gebaut, kommen Umbenennungen denn häufig vor?

Zwei bis drei Neubenennungen gibt es jährlich.

Wie geht das vor sich?

Das Prozedere ist einigermaßen kompliziert: Von der Bezirksebene über den Wohnbaustadtrat, die Kulturabteilung und die Stadtteilplanung bis zu einem eigenen Ausschuss sind eine Menge Abteilungen involviert.

Welcher Bau hieß denn schon anders?

Während der Zeit des Austrofaschismus und der Naziherrschaft hieß der Karl-Marx-Hof zuerst Biedermann-Hof und später Heiligenstädter Hof.

Was sind die nächsten Benennungen?

Gemeindebauten heißen wie Politikerinnen und Politiker, Nobelpreisträger, Leute, denen Stadt und Land etwas zu verdanken haben, wie der Ort, an dem sie sich befinden, oder sie sind nach Künstlern benannt - von Goethe bis Qualtinger. Derzeit läuft im fünften Bezirk ein Verfahren für einen Ernst-Hinterberger-Hof.


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