Da ist ja noch ur Wald!

Stadtleben | Exkursion: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Jetzt im Frühling sollte man unbedingt in die Au. Denn gleich hinter Wien beginnt der Urwald

Jetzt müssen Sie sich vorstellen, Sie tragen das auf dem Kopf“, sagt Josef Steiner und hält die zwölf Kilo schwere Abwurfstange eines Hirsches in die Höhe. Und das ist nur die eine Hälfte des Geweihs. Steiner ist seit fast 20 Jahren Mitarbeiter des Nationalparks Donauauen und profunder Kenner des Waldes. Wenn die Bürgermeisterin von Haslau, das in der Nähe seines Zuständigkeitsgebietes liegt, meint, der Wald gehöre auch einmal wieder aufgeräumt, "da schaut’s ja aus in der Au!“, dann lacht Steiner nur. Denn genau so soll der Wald bei Haslau 25 Kilometer östlich von Wien ja ausschauen: unaufgeräumt.

So nahe bei der Großstadt erobert sich seit zwei Jahrzehnten die Natur ein Gebiet zurück, auf dem Forstwirtschaft im großen Stil betrieben wurde. Seit 1995 wurde hier kein Baum mehr umgesägt. Pappeln fallen nur noch von alleine um und bleiben als Totholz liegen, bis große und kleine


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