Fußball Glosse

Die Ultras demonstrieren gegen schlechten Fußball

Stadtleben | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Am Samstag hat Rapid zum ersten Mal in diesem Jahr ein Fußballmatch gewonnen. Zwar nur gegen Wiener Neustadt, aber wer will das in zehn Jahren noch so genau wissen? (Natürlich will das in zehn Jahren niemand auch nur ungefähr wissen, aber man sagt das so.) Die 2500 intensivsten Rapid-Fans, die Ultras, haben den historischen Sieg nur zur Hälfte miterlebt. Die erste Halbzeit verbrachten sie demonstrierend vor dem Stadion. Ihr Unmut richtete sich gegen den Vorstand, gegen den Trainer und auch gegen den neuen Sportdirektor, der sich in einem Interview - nach Ansicht der Ultras - im Ton vergriffen hatte. Nie waren Rapid-Fans sensibler als heute. Die Ultras tun so, als gäbe es ein Menschenrecht auf guten Fußball. Das ist fast schon romantisch. Jetzt müssten nur noch die Slogans der Fans utopischer werden. Vorschlag: "Wir wollen Barcelona sehen!“

Wolfgang Kralicek über die Fanproteste bei Rapid


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