Der Musterprofi

Stadtleben | Begegnung: Christoph Heshmatpour | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Der deutsche Rapidler Steffen Hofmann ist höflich, fußballerisch hochbegabt und fährt gerne Öffis

Als sich Steffen Hofmann Mitte März in der 28. Minute des Heimspiels gegen die Admira das linke Knie verdrehte und sein Innenband vom Knochen abriss, war die Saison des SK Rapid beendet. Am nächsten Tag schrieben Zeitungen vom "Hofmann-Schock“. Die Diagnose bestätigte: Der große Star, der Dreh- und Angelpunkt im Rapid-Spiel, wird erst im kommenden Herbst wieder Fußballspiele bestreiten können.

Dabei hat Rapid schon genug Probleme. Das Verhältnis zwischen Fans und Funktionären ist schwer beschädigt, das Stadion abbruchreif und die Mannschaft sportlich nur noch österreichisches Mittelmaß. Das Einzige, was diesen Verein noch zusammenzuhalten schien, war die Präsenz und Energie des Kapitäns. Auch wenn Rapid monatelang sieglos blieb, Steffen Hofmann ackerte und rackerte, dirigierte die Mannschaft in jedem Spiel, strahlte dennoch zuversichtliche Ruhe aus. Doch dann: Verletzung, Operation,


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