Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Spiegelgasse: nahe am Kommerz-Feuer

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Was die Wiener Innenstadt sicher auszeichnet, ist die Vielfalt völlig unterschiedlicher Atmosphären auf engstem Raum. Und das sogenannte Antiquitätenviertel - Seiler-, Spiegel-, Dorotheergasse und Bräunerstraße - bietet die wahrscheinlich attraktivste von allen: viele kleine Läden von alten Knopfgeschäften bis zu den unvermeidlichen Designerboutiquen, ein Stilmix von Renaissance bis Jugendstil, lebendige Strukturen, die Nähe zum Graben merkt man fast gar nicht, die Altstadt scheint sich da eine gewisse Authentizität bewahrt zu haben.

Göttweig wurde Florenz

Touristen verirrten sich jedenfalls kaum in seinem Lokal, sagt Salvatore d’Avanzato, der hier seit ein paar Jahren den winzigen Szene-Italiener "Pronto“ führt. In unverkennbarem 90er-Design - Holz, Glas, Leder - bekommt man auf allerengstem Raum erstaunlich gute, klassisch italienische Küche. Billig nicht, klar, aber angesichts der prominenten Lage erträglich und vor allem einigermaßen unpeinlich. Schräg gegenüber geht’s


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