Film Neu im Kino

Der Geist ist gruslig, aber das Skript ist schwach

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Aghost is an emotion bent out of shape", heißt es in "Mama" einmal. Ein schöner Satz in einem Horrorfilm, der selbst ein wenig verbogen wirkt. Fünf Jahre lang sind die Schwestern Victoria und Lilly nach einer Familientragödie allein in einer Waldhütte aufgewachsen. Als sie, endlich entdeckt, beim Onkel (Nikolaj Coster-Waldau) und dessen Rockerbraut (Jessica Chastain, im Ernst) einziehen, kommt etwas mit ihnen aus der Wildnis mit. Wo der Produzentenname Guillermo del Toro draufsteht, ist wieder einmal gediegener Eigenheimgrusel mit Mutter-Kind-Melodramatik drin. Begonnen hat "Mama" 2008 als dreiminütige Schockerminiatur, der Argentinier Andrés Muschietti fügt seinem Original hier noch eine Handvoll starker Gänsehautvignetten hinzu. Wegen ungelenker Handlungsführung fühlt sich "Mama" aber eher aufgeblasen an als zu Ende gedacht.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Village)


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