Kunst Kritiken

Extase: von ihren Hüllen befreite Körper

Lexikon | NS | aus FALTER 16/13 vom 17.04.2013

Ihr "Mr. Big" vor dem Leopold Museum gehörte zu den Aufregern der letzten Saison, und auch in der aktuellen Schau von Ilse Haider wimmelt es von Nackedeien. Mit dem Titel "go to reference" wird auf den Umstand verwiesen, dass ein Bild nie kontextlos für sich steht. Haider präsentiert wieder einige ihrer optisch so reizvollen Peddigrohrbildobjekte, auf die sie mit Fotoemulsion historische Aufnahmen der Tänzerinnen Josephine Baker oder Isadora Duncan überträgt. Die Entwicklungen im Umgang mit Nacktheit stehen im Zentrum kleinerer Bilder, die etwa eine FKK-Vermählung oder Stills von Skandalfilmen wie "Extase" von 1932 zeigen. Das Begehren, zu sehen, wird bei Haiders Technik der Aufsplitterung automatisch herausgefordert. Um Nacktheit dreht sich auch alles bei einem Flohmarktfund, der in einem aufschlussreichen Video gezeigt wird.

Galerie Steinek, bis 31.5.


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