Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Herausgebers

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Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Man hat in Österreich immer Anlass, über Medien nachzudenken. Die Medienlage ist gleichbleibend trostlos. Es herrscht Medienkrise, seit ich denken kann. Solange die meisten Medien Geld verdienten, merkten sie nichts von ihrer eigenen Krise. Nun kommt die Finanzkrise dazu. Und die Digitalisierung. Werbung wandert ins Netz und via Konzerne ins Steuerparadies, und auf einmal kapieren es selbst die Medien: Es ist Krise. Die Medien bemerken sinkende Werbegelder, aber nicht ihre wirkliche Krise. Nicht den übermäßig hohen Anteil an Boulevardmedien, nicht den hohen Grad der Konzentration, nicht die Schwäche des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, nicht das unzumutbare Personal.

Sie bemerken auch nicht die hetzerischen Auswirkungen mancher Medien auf xenophobe Einstellungen, nicht die fatalen Bündnisse zwischen politischen Parteien und einzelnen Medien, nicht die korrupten Anbahnungsgeschäfte in aller Öffentlichkeit, nicht die versuchten und geglückten Erpressungen und all die Schweinereien,

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