Glosse Berittene Polizei

Warum man das Denken besser den Pferden überlassen sollte

Falter & Meinung | Wolfgang Zwander | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Als angehender Journalist lernt man ganz zu Beginn, dass man die Phrase meiden soll wie der Teufel das Weihwasser; und dass gewisse Floskeln überhaupt so böse sind, dass sie auf dem Index stehen. Schreibt man als junger Wilder etwa, dass der Amtsschimmel wiehert, was in Wien ja durchaus vorkommen mag, dann haben leitende Redakteure angeblich schon zur Gerte gegriffen.

Geht es nach FPÖ-Chef Strache, sollen Gerte und Wiehern in Wien überhaupt wieder präsenter werden: Der Mann will die Polizei auf Pferden durch die Stadt reiten lassen; weil diese "allein durch ihre Größe abschreckend auf Kriminelle“ wirkten.

Da sticht einen aber auch der Hafer, mit dem Phrasendreschflegel zu antworten: Das Denken sollte man den Pferden überlassen, die haben die größeren Köpfe.


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