Buntes schwarzes Land

Erkundung: Benedikt Narodoslawsky | Politik | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht die ÖVP in Tirol. Warum eigentlich? Reise in ein seltsames Land

Der Berner Sennenhund bellt, auf dem Zaun kraxelt ein Mädchen, Silvia Schöpf tritt aus dem Bauernhaus, nimmt ihre Tochter in den Arm und sagt: "Bergkinder. Überall steigen sie herum.“ Schöpf ist Vizebürgermeisterin von Gramais, der kleinsten Gemeinde Österreichs, 55 Einwohner, im westlichen Tiroler Bezirk Reutte gelegen. Schöpf sagt, sie wolle nur noch kurz die Kühe füttern: Pippi, Moni, Lillie, Biggy, Bella, Richard; hier oben tragen die Tiere noch Namen.

Bei der Tiroler Landtagswahl 2008 war Gramais der schwärzeste Ort im schwärzesten Bezirk; neun von zehn Gramaisern wählten die ÖVP. Es war ein schwarzes Traumergebnis, aber im Rest des Landes sah es anders aus: Minus neun Prozentpunkte, es war ein Debakel. Trotzdem blieb die ÖVP die mit Abstand stärkste Kraft in Tirol. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat sie hier die Macht. Selbst in der Tiroler Arbeiterkammer

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