"Da stehe ich auf der Seite der Vollzeitjournalisten“

Gespräch: Wolfgang Zwander | Medien | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Der deutsche Philosoph Volker Gerhardt erklärt, wie das Internet zu einer besseren Öffentlichkeit führen und den Krieg beenden könnte

Volker Gerhardt hat es nicht so mit Alarmismus: Fragt man ihn nach der Krise von Demokratie, Öffentlichkeit und Zeitungen, dann schmunzelt er, lehnt sich zurück und beginnt mit seiner Antwort bei den alten Griechen. Vergangene Woche war er im Rahmen der Vortragsreihe "Wiener Vorlesungen“ in Österreich, was der Falter für ein Gespräch mit dem tief in sich ruhenden Mann nutzte.

Falter: Herr Gerhardt, allenthalben wird in unseren Tagen beklagt, Kommerzialisierung und Zeitungssterben bedrohen die Öffentlichkeit. Sie teilen diese Meinung nicht. Warum?

Volker Gerhardt: Die sogenannte bürgerliche Öffentlichkeit gibt es seit dem Beginn der menschlichen Zivilisation. Es war ein Irrtum zu glauben, sie sei erst mit dem neuzeitlichen Bürgertum im 17. Jahrhundert entstanden. Die afrikanischen, asiatischen und europäischen Großreiche der Frühgeschichte verfügten

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