100 Millionen für einen Partyraum

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Das Stadtpalais Liechtenstein erstrahlt in neuem Glanz. Das Volk kann die Kunstschätze und Prunkräume leider nur selten besichtigen

Während vor neun Jahren 800 Liechtensteiner mit einem Sonderzug nach Wien gekommen waren, um das frisch renovierte Sommerpalais ihres Staatsoberhauptes zu bestaunen, blieb dieses Mal das Volk der Eröffnung des Palais fern. Dabei hatte Fürst Hans-Adam II. ein weiteres Mal Unsummen, nämlich 100 Millionen Euro, ausgegeben, um eine Luxusimmobilie, das Stadtpalais in der Bankgasse, zum Funkeln zu bringen.

Damals wollte der edle Spender noch einen öffentlichen Museumsbetrieb einrichten; aus Kostengründen schloss das Palais mit seiner tollen Kunstsammlung allerdings nach wenigen Jahren. Daher wurde auch der ursprüngliche Plan, das Stadtpalais zum Biedermeiermuseum zu machen, aufgegeben. Stattdessen wird es für Feste vermietet; in einem Trakt hat sich die der Fürstenfamilie gehörende LGT-Privatbank eingemietet.

Es handelt sich um einen Barockbau, in dem ursprünglich


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