Stadtrand Urbanismuskolumne

Es grünt so grün, wenn Blätter sprießen

Stadtleben | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Jedes Jahr im Frühjahr passiert es wieder: Kahle Bäume und dürre Sträucher verwandeln sich in üppiges Grünzeug. Quasi innerhalb von Sekunden. Oder zumindest über Nacht. Keiner weiß es so genau. Jedenfalls passiert es immer heimlich, still und vor allem urplötzlich. Lange scheint die Sonne und nichts passiert, dann endlich: Es bilden sich langsam Knospen an den Astenden, aber immer noch ist alles braun und knorrig. Das ist die Zeit, zu der man sich vornimmt, heuer den Frühlingsbeginn, also das Entrollen der Blätter, nicht wieder zu verpassen. Man behält Tag für Tag Bäume und Sträucher im Auge - dieses Mal, da muss es klappen! Dann aber: Wieder Schlechtwetter, und man hat andere Probleme als Triebe und Knospen - man muss jammern und frieren. Als es dann endlich wieder warm wird und man sich des Lebens erfreut, sieht man das Schlamassel: Man hat es wieder nicht geschafft, die Stadt grünt, die Pflanzen haben ihre Blätter ausgefahren. Einfach so. Justament in dem Moment, wo man kurz nicht aufgepasst hat. Wie machen die das?

Birgit Wittstock wundert sich ob der geheimen Fähigkeiten städtischer Grünpflanzen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige