Welt in Wien

Spurensuche: Joseph Gepp | Stadtleben | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Vor genau 140 Jahren eröffnete Wiens pompöse Weltausstellung. Heute sind ihre Hinterlassenschaften aus dem Stadtbild verschwunden. Bis auf wenige Ausnahmen

Man muss schon wissen, was sich hier befand, um an diesem Ort irgendetwas Interessantes zu finden. Der Rotundenplatz im zweiten Bezirk ist grau, unauffällig und schmucklos. Das Gelände hinter dem Prater wirkt vorstädtisch und verloren, trotz seiner zentralen Lage. Zur Linken erhebt sich der fast fertige Neubau der Wirtschaftsuniversität. Rechts liegt etwas verwaist die Trabrennbahn Krieau. Dazwischen wirbeln Autos Baustellenstaub auf, wo einst die höchste Kuppel der Welt stand.

"Rotunde“ hieß das Gebäude, das diesen Platz einst prägte, 108 Meter ragte die Kuppel in den Himmel. Im Herbst 1937 brannte die Rotunde nieder. Zuvor hatte der 1873 eröffnete Bau als eines der Wahrzeichen von Wien gegolten. Nach dem Brand sollte es immerhin ganze zwei Jahrzehnte dauern, ehe ein Gebäude mit höherer Kuppel errichtet wurde, die Messehalle

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