Baywatch im Gänsehäufel

Reportage: Gerd Millmann | Stadtleben | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Nächste Woche startet die Freibadsaison: der harte Weg zum Badewaschl

Ab 2. Mai ist Roman Hollaus, 37, wieder eine Respektsperson. Dann öffnen die Wiener Freibäder ihre Tore und Hollaus ist als "Badewaschl“ in weißer Uniform und Trillerpfeife im Wiener Gänsehäufel Wasserrettung und Ordnungsdienst in einem. Von Badestart bis Badeschluss wacht er am "Niro“, wie das Nirostabecken intern genannt wird, über die großen und kleinen Badegäste. "Bei mir geht es am ärgsten zu, weil ich auch die Trampolinspringer habe“, sagt Hollaus. Er ist einer von 120 geprüften Saisonarbeitskräften in den städtischen Freibädern. "Bassinaufseher“ ist sein amtlicher Titel. Und der Weg dahin ist beschwerlich.

Nur 20 bis 30 Prozent schaffen den Aufnahmetest zu den "Navy Seals“. "Bassinaufseherprüfung“ heißt die Wiener Antwort auf den Höllentest der US-Eliteeinheit. "Bei uns kommen nur zehn bis 15 Prozent durch“, erzählt Martin Kotinsky, der Sprecher der MA 44 - Städtische Bäder.

24 Bassinaufseheranwärter

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