Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Kein Weinhaus mehr in Weinhaus


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Die Entstehung des Namens Weinhaus, Wiens kleinster Katastralgemeinde, sollte ja einigermaßen offensichtlich sein. Ist sie aber nicht, die Historiker streiten nämlich, ob der Name von einem spätmittelalterlichen Heurigen in der Lacknergasse herrührt oder - quasi im Gegenteil - von einem Meierhof des Klosters Michelbeuern, zu dem man seinen Wein als Zehent hinbringen musste. Wie dem auch sei, es gibt heute weder Heurigen noch Weinhäuser in Weinhaus, das sich westlich des Aumannplatzes entlang der Gentzgasse und der Währinger Straße bis zur Vorortelinie erstreckt.

Start-up-Greißlerei

In diesem kleinen, alten Grätzel herrschen ein paar interessante Dualismen. Einerseits zahllose leere Geschäftslokale (was durchaus ein Effekt hoher Grundstückspreise und der Spekulation sein könnte), andererseits doch recht gute Gastronomieausstattung. Und: Vergangenen Oktober sperrte hier sogar ein Greißler neu auf. Andreas Greitbauer, der in den Jahren zuvor das Feinkost Aumannplatz gepachtet hatte,

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