Ausstellung Vernissage

Pantomime der Stabpuppen hinter Glas

NS | Lexikon | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

Er war Maler, Grafiker, Bildhauer und Kunstgewerbler, bevor er seine große Leidenschaft entdeckte: Richard Teschner widmete sich ab 1912 dem Puppenspiel und erfand eine originäre Art des symbolistischen Figurentheaters. Das Österreichische Theatermuseum besitzt seinen Nachlass und gestaltete daraus nun die Schau "Die Bühnen des Richard Teschner". Ein Vorbild für die Machart seiner Puppen fand der Jugendstilkünstler beim Theater mit Stabfiguren aus dem indonesischen Java, die er selbst sammelte. "Der goldene Schrein" hieß eines der Stücke, für die Teschner nicht nur die Puppen, sondern auch die Bühnentechnik und Begleitmusik schuf. Seine Figuren traten hinter einem runden, glasgeschützten Panorama auf. Im Mai wird Teschners Figurenspiel "Der Basilisk" aufgeführt.

Öster. Theatermuseum, Do (25.4.); bis 10.2.


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