Literatur Tipps

Ein Familienroman in stark komprimierter Form

Lexikon | SF | aus FALTER 17/13 vom 24.04.2013

In seinem neuen Roman "Grundlsee" (Haymon) erzählt Gustav Ernst (Jg. 1944) über drei Generationen hinweg von den glücklichen und weniger glücklichen Tagen einer Familie. Erst schaut alles nach Idyll aus. Aber die Figuren tun sich -wie so oft bei Gustav Ernst - schwer mit dem Kommunizieren. Was ein paar Jahre als Team prima funktioniert hat, zerbröckelt nach und nach, ohne dass jemand etwas Schlimmes getan hätte; man nimmt sich nur nicht die Zeit, um miteinander zu sprechen. Mit "Grundlsee" legt der Wiener Prosaautor und Dramatiker, der auch die Literaturzeitschrift Kolik herausgibt, einen Familienroman in stark komprimierter Form vor. Dieser verzichtet nicht nur auf die bei Ernst üblichen Kraftausdrücke, sondern auch auf den in dem Format gängigen Schwulst - und berührt umso mehr. Buchpräsentation und Lesung.

Literaturhaus, Di 19.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige