Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Die Redaktion erklärt sich selbst

Man kann sich ja nie ganz sicher sein, wie’s tatsächlich gemeint ist, aber offiziell wurde die Kurze, in der ich am vergangenen Montag die Redaktionsräumlichkeiten betrat, von den Kolleginnen und Kollegen doch mit freundlichen Bemerkungen bedacht. In erster Linie galt das Wohlwollen wohl meinem Versuch, bereits um halb zehn in der Früh gepflegte Beach-Party-Stimmung zu verbreiten; ein Versuch, der freilich für beherzter genommen wurde, als er gemeint war, denn eigentlich finde ich es ein bisschen kindisch, den ersehnten Temperaturwechsel durch dezidiert saisonale Kleidung herbeizwingen zu wollen, ich hatte mich schlicht durch die doch zu hitzig ausgefallene Wetterprognose verleiten lassen.

Dem einige Stunden später ganz sachlich geäußerten Hinweis von Armin Thurnher "Es ist noch zu früh!“ konnte ich also nach einem fröstelnd vor dem Schirm verbrachten Arbeitstag nur zustimmen. Und dass Reini Hackl sich ein "Das war ja zu befürchten gewesen“ nicht würde verkneifen können, war jedenfalls zu erwarten gewesen. Er selbst trug übrigens Hosen im "Wenn Obelix Junkie wäre“-Design und Sneakers, die er sich von Britney Spears hat einreden lassen. Zu ergänzen wäre nur, dass die Länge meiner Kurzen a) als knieumspielend bezeichnet werden darf, dass ich dazu b) ein Sakko im gleichen Farbton und c) geschlossene Sandalen ohne Socken trug und dass d) Christopher Wurmdobler die Unterstellung von Florian Klenk, er gedenke eines Tages die Socke zur Sandale hipstermäßig zu rehabilitieren, scharf dementierte.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige