Wie die Innenministerin 210.000 Euro ausschüttet


Bericht: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Eine couragierte Professorin deckt auf, wie leichtfertig die Politik Forschungsgelder verschleudert

Katharina Beclin hat Post bekommen. Sie möge 1500 Euro bezahlen und eine Ehrenerklärung abgeben, fordert ein Anwalt der bekannten Psychotherapeutin Rotraud A. Perner. Die Äußerungen über sie seien nämlich "unwahr“, "kreditschädigend“ und "ehrenbeleidigend“.

Katharina Beclin faltet den Brief zusammen. Sie werde sicher nichts widerrufen. "Ich werde mich wappnen“, sagt sie.

Es könnte ein exemplarisches Verfahren werden, denn es geht einmal mehr um die Frage, ob Steuermittel für Beraterleistungen im Innenministerium verschwendet wurden. Und es wird zu klären sein, ob Jobs, die der Versorgung politischer Freunderln dienen, als wissenschaftliche Aufträge getarnt wurden.

Die Prozessgegner: Katharina Beclin, Assistenzprofessorin für Strafrecht und Kriminologie. Eine kritische, zurückhaltende Expertin mit exzellentem Ruf in der akademischen Szene. Sie wirkt mutig. Via ORF-Radio attackierte

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