Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Ein ganzer Gürtelbogen für junge Menschen, die etwas tun wollen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Studenten im Blaumann, mit Pinsel und Schleifpapier in der Hand. Bei der neu eröffneten "Action Fabrik“ der Wiener Caritas ist bereits die Entstehung Programm.

Vor drei Jahren hatte Alice Uhl, Leiterin der Young Caritas, eine Idee: Wieso nicht einen Raum schaffen, in dem Kinder und Jugendliche ihre eigenen Ideen und Projekte umsetzen können? Ein Ort, an dem die dafür notwendige Infrastruktur bereitsteht, aber Erwachsene nur mitreden, wenn sie gebraucht werden.

Aus dieser Idee bastelten junge Leute von der TU Wien gemeinsam mit der Caritas die "Action Fabrik“ im Gürtelbogen 353 gleich bei der U-Bahn-Station Spittelau.

Das äußerst stylische und multifunktionale Innenleben des zehn Meter hohen und nun dreistöckigen Gürtelbogens entwarfen und bauten Architekturstudenten, bei der Innenausstattung halfen zahlreiche Sponsoren.

"26 Studierende haben hier in drei Semestern von der ersten Skizze bis zu den letzten Schleif- und Malarbeiten alles selbst entworfen und gebaut“, sagt Peter Fattinger, der an der TU Wohnbau unterrichtet.

Stunden vor der Eröffnung fixierten die Studenten noch die letzten Steckdosen. Jetzt steht die Action Fabrik für alle Sechs- bis 25-Jährigen, die sich engagieren wollen, offen. "Hier ist alles möglich, was im weitesten Sinne mit sozialen Themen zu tun hat“, sagt Uhl, "und was zu den Werten der Caritas passt.“

Workshops, die die Young Caritas schon seit längerem zu Themen wie Integration, Asyl, Armut oder Hunger in Schulen abhält, wird es künftig auch in der Action Fabrik geben. Und dazu auch noch Feste, Konzerte, Vorträge, Filmabende "und was den Jugendlichen sonst noch einfällt“, sagt Uhl.

Wer sich die Action Fabrik ansehen will, braucht dafür aber keine konkrete Idee. Zwar sei die kleine Caritas-Fabrik kein Jugendzentrum, erklärt die Leiterin, "aber wir suchen auch gerne mit den jungen Leute Projekte, die zu ihnen passen und bei denen sie mithelfen können“.


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