Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Grüner Protest gegen den blauen Volksanwalt Peter Fichtenbauer

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Es war eine hitzige Debatte in einer schon entschieden geglaubten Sache. Vergangenen Donnerstag wählte der Nationalrat drei neue Volksanwälte.

Nachdem der grüne Abgeordnete Karl Öllinger vergangene Woche im Falter angekündigt hatte, den FPÖ-Kandidaten Peter Fichtenbauer nicht zu wählen, verweigerten auch alle anderen Grünen Fichtenbauer die Zustimmung.

Die Grünen störte, dass Fichtenbauer bei einer deutschnationalen Burschenschaft und auch beim "Verein zur Pflege des Grabes Walter Nowotny“ Mitglied ist. Dieser Verein führt Gedenkveranstaltungen für Nazi-Fliegermajor Nowotny durch, den Steinhauser einen "Nazi-Propagandahelden“ und "Popstar der rechtsextremen Szene“ nannte. Die Grünen forderten Fichtenbauer auf, sich von Nowotny zu distanzieren, was dieser nicht tat.

Stattdessen schimpfte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl über den "Tugendterrorismus“ der Grünen, die gegen Fichtenbauer ein "moralisches Standgericht“ abhalten würden.

ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf kritisierte den "boshaften Ton“ der Grünen, die SPÖ verlor zu Fichtenbauer kein Wort. Fichtenbauer wurde von allen anderen Parteien gewählt und ist ab 1. Juli neuer Volksanwalt.


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