Was schaust du, Moritz?

TV-Kritik: Sibylle Hamann | Medien | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Was ist gutes Kinderfernsehen? Es muss nicht blitzen und lärmen. Die Kleinen wollen Werte und Orientierung

Moritz schaut "Biene Maja“. Aber was ist denn mit der los? Maja schwirrt zwischen den Gänseblümchen umher, auf der Suche nach Flip, dem Grashüpfer. Heute trifft sie Ohrenkneifer Oswalt. Maja ist fröhlich wie meistens. Aber sie schaut anders aus. Immer noch schwarz-gelb gestreift, aber dünner. Mit Glubschaugen und einer Frisur, deren Zipfel elastisch im Flugwind wippen. HDTV ist das, es ist der neue technische Standard im Fernsehen.

Seit Anfang April ist Maja nicht mehr das, was man früher eine "Zeichentrickfigur“ nannte, sondern ein computeranimiertes 3-D-Wesen. Maja fliegt in den neuen Folgen immer noch "durch ihre Welt, zeigt uns das, was ihr gefällt“, aber nicht mehr 25, sondern nur noch jeweils zwölf Minuten lang. Mit Wickie, seiner Freundin Ylvi und den starken Männern aus Flake wird demnächst das Gleiche geschehen.

"Verrat!“, schreit da die ewig nostalgische Wickie-Slime-und-Paiper-Fraktion,

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