Buch der Stunde

Der Homer der Insekten inspirierte Proust

Feuilleton | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Die Vögel zwitschern, die Schafe weiden im Hochland, Pferde werden hier für Rennen trainiert. Friedlich wie ein pastellfarbenes Aquarell startet der frühlingshafte Rundgang mit dem Insektenforscher Jean-Henri Fabre (1823-1915), der die Lage der verdauenden Tiere so zusammenfasst: "Und alle spenden Manna für die jubelnden Mistkäfer.“

Als Manna, als heilige Speise, aus welcher Mistkäfer schließlich bis zu faustgroße Kugeln rollen, hatte man das Produkt aus dem After der Großtiere vermutlich noch nicht betrachtet. Und während man sich dieser neuen Sicht noch hingibt, fängt die Welt sanft an zu klingen.

"Elektroakustisches Hörbuch“ nennt sich dieses Erlebnis, das uns der Leipziger Buchfunk Verlag beschert, inzwischen schon mit der dritten Folge: "Die gelbflügelige Grabwespe“ ist frisch gemischt, nach der "schwarzbäuchigen Tarantel“ und dem "heiligen Pillendreher“, jenem Mistkäferporträt, für das es jetzt den Deutschen Hörbuchpreis gab.

Ein Erfolgsrezept: Gert Heidenreich,


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