"Die Fahrausweise, bitte!“

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Gewalt gegen Mitarbeiter der Wiener Linien kommt vor. Vor allem trifft es die Fahrscheinkontrolleure

Einmal, erzählt der pensionierte Straßenbahnfahrer, den es noch regelmäßig zum Hauptquartier seines ehemaligen Arbeitgebers zieht, einmal habe ihm ein Fahrgast im 67er eine Watschen gegeben, dass das Blut nur so gespritzt sei. "Ich hab die Bim stehenlassen“, erzählt der Mann. "Dem bin ich nachg’rennt bis zum Tichy.“

Der Pensionist ist nur zufällig anwesend. Kurz vorher informierten die Wiener Linien die Presse über die steigende und dann doch nicht so steigende Zahl tätlicher Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wie man damit umgeht. Die alte Geschichte aus der 67er-Bim zeigt: Gewalt im öffentlichen Verkehr ist nicht neu. Erst seit einiger Zeit jedoch führt man bei den Wiener Linien eine Statistik über gemeldete Übergriffe.

81 solcher Fälle gab es 2012; 2010 waren es noch 95. Im ersten Quartal registrierte man zwölf Gewaltakte - die können von der fiesen Drohung


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