Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Iced Afro Coffee

Über Fairtrade, Umwelt und Eiskaffee in der Aludose

Stadtleben | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Man trinkt wieder Eiskaffee. Oder immer noch? Zum Glück lässt sich dieser leicht aus übriggebliebenem Espresso und einem Löffel Vanilleeis selbst zubereiten. Bislang wurde hierorts der vorwiegend alubedoste Eiskaffeewahnsinn aus gutem Grund ausgespart. Zu trashig und zu süß sind die meisten Produkte. Dass nun das Redbull-Imperium neue Absatzmärkte in Form von Fairtrade-Eiskaffee erschließt, das ist zumindest eine kleine Erwähnung wert.

Die Fortführung des energieaufwendigen Aludosensystems passt doch so gar nicht in die Fairtrade-Logik, war doch der ressourcenschonende Umgang mit der Natur immer schon ein Teil der Botschaft. Fairtrade macht Business, was mehr als begrüßenswert ist, aber geht die Rechnung mit Herrn Mateschitz wirklich auf?

Das Design setzt auf verkitschten African-American Schick, poppig, eine Mischung aus 70s und 90s, Ballonfrisur und Riesenkragen inklusive. "Espresso“ ist für die Zielgruppe "Mann“ gedacht, das heißt weniger süß, Caffè Latte und Cappuccino für "die Frauen“, lieblich. Wie einfach die Welt doch sein kann! Wunderbar! Leider bezieht sich das auch auf den taste der Getränke. Falls mal kein Espresso übrig geblieben sein sollte, ja, dann kann man zuschlagen.

Angenehm erfrischend sind übrigens die neuen Balance Juicy von Vöslauer. Zitrone und Pink Grapefruit funktionieren mit ihren je siebenprozentigen Fruchtsaftanteilen ausgezeichnet und werden dem schon lange kursierenden Nearwater-Unwesen mal hoffentlich ein wenig Einhalt gebieten. ms


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