Beisl  Der steirische Gourmet

Was macht die Birne im Salat?

Steiermark | Beisltest: Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Die Goldene Pastete kommt nicht zur Ruhe: Der vorletzte Betreiber sperrte 2011 auf, sein Nachfolger im Frühjahr 2012. Ein Jahr später sind Victoria Leite und Gerfried Hofstätter an der Reihe. An der Einrichtung haben sie kaum etwas geändert, am Umfang der Speisekarte schon. Es gibt drei steirische Suppen, ein paar Fleisch- und Nudelgerichte sowie Salate. Heimische Klassiker, wie sie die vorbeiströmenden Touristen wohl bevorzugen würden, sucht man eher vergeblich. Beim ersten Besuch gibt es eine durchschnittliche Nudelsuppe - immerhin: nicht versalzen. Der Salat mit Putenstreifen (€ 6,90 als Tagesgericht) ist in Ordnung, die inkludierte Birne darf man gerne weglassen. Der Topfenstrudel mit Erdbeeren schmeckt nach Convenience. Am nächsten Tag kosten wir eine zu dünn geratene Schilcherrahmsuppe mit Sterz (€ 3,80) und eine famose Paradeiscremesuppe (€ 5,-) mit Steirerkas (!) und Landhendlbrust. Das Hendl ist etwas angekokelt und der Steirerkas wird im Nu patzweich, dennoch ist die Suppe das Highlight des Essens. Das "leichte Gröstl“ (€ 6,90) liegt mit viel Speck, mittelprächtigen Kartoffeln und Spiegelei schwer im Magen. Ähnliches gilt für die sehr unaufregenden Spaghetti mit Kräutern und Parmesansauce (€ 7,80).

Resümee

Alle Jahre wieder: Die Pastete wurde neu übernommen. Die Bilanz ist durchwachsen, ein gut gehendes Beisl sieht anders aus.

Goldene Pastete, Sporgasse 28, 8010 Graz, Tel. 0664/357 55 32, Küche Di-Sa 11-22 Uhr


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