Ausstellung Kritik

Der Reiz der Bilder, die aufeinander folgen

Lexikon | aus FALTER 18/13 vom 02.05.2013

Unter dem Oberbegriff "sequenzielle Kunst" zeigt die Kunsthalle Exnergasse Positionen, die den Darstellungsformen Comic und Trickfilm nahestehen. Die Ausstellung "Mutant Attack of the sequential superorganism" kann aber nur teilweise überzeugen, denn sie schwankt in der Qualität beträchtlich. Zu den erfreulichen Beiträgen zählt ein "Tapegraffiti" von Nick Prokesch, der aus Klebestreifen eine witzige Wandzeichnung schafft. Die Comickünstlerin Elffriede hat ihren eigenen Kosmos geschaffen. Thomas Fatzinek hat die Geschichte des Holocaust-Überlebenden Hermann Langbein eindrucksvoll in Linoldruck illustriert. Was die Schau hingegen an queerer Selbstbespiegelung in Gemälden zu bieten hat, ist ob seiner Plattheit nur schwer zu verdauen. NS

Kunsthalle Exnergasse, bis 9.6.


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