Zum Heulen: "Das Werwolfspiel"

Lexikon | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Nach 25 Jahren kehrt Rosa in ein Ferienhaus zurück, das mit unangenehmen Erinnerungen besetzt ist. Mit ihrer Teenagertochter und sieben Gästen spielt sie das Rollenspiel "Die Werwölfe vom Düsterwald", das plötzlich auf die Wirklichkeit übergreift. Es ist bemerkenswert, wie konsequent der österreichische Mysterythriller "Das Werwolfspiel" von Hauptdarstellerin und Regisseurin Johanna Rieger versagt. Man hofft auf das Ende, doch auch der dortige Twist bringt keine befriedigende Auflösung des befremdlichen Inhalts, in den nur die an Hitchcocks "Psycho" erinnernde Musik etwas Stimmung bringt. Mit gutem Willen und durch Ignorieren großer Teile der Handlung lässt sich die (nicht unspannende) Grundidee des Werks zwar mühsam zusammenstückeln. Wenn ein Film dies aber nicht durch sich selbst leisten kann, die Geschichte so holprig präsentiert wird, die Dialoge so gekünstelt wirken und die Schauspielleistung so schlecht ist, dass "unfreiwillig komisch" zum Hauptcharakteristikum eines Horrorthrillers wird, ist er gescheitert. So schade es ist, ein solches Urteil fällen zu müssen: "Das Werwolfspiel" ist eine Zeitverschwendung. SABINA ZE ITHAMME R Ab Fr im Kino


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