Glosse

Freundlich auch ohne Hund: was Wien von Teheran lernen kann

Urbanität

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Ein eigener Waggon nur für Frauen. Der soeben von einer Dienstreise nach Teheran zurückgekehrte Autor fand dort einige Errungenschaften, die sich auf Wiener Verhältnisse anwenden ließen. So stellen die Teheraner Linien bei jedem U-Bahn-Zug einen eigenen Wagen für Frauen bereit. So sind sie vor den zudringlichen Blicken der Männer sicher.

Dabei ist der Umgang der Menschen miteinander ohnehin wesentlich zivilisierter als hierzulande. Alte Menschen und junge Mütter finden immer einen Sitzplatz - auch ohne Piktogramme, die dazu auffordern. In der Millionenstadt gibt es kein Komasaufen, und Jugendlichen ist der Zugang zu Zigarettenautomaten versperrt. Die MA 48 von Teheran muss keine Gackerlstraftafeln aufstellen, denn Hunde sind verboten. Wann wird Wien endlich zu Teheran?


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