Grüne Erfolgswelle: jetzt auch im Kleinformat


Analyse: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Urbanes Großstadtphänomen war einmal. Jetzt punkten die Grünen auch in den als spießig verschrienen Kleinstädten

Was haben das noble Salzburg, das hinter Bergen versteckte Innsbruck und der Bobobezirk Wien-Neubau gemeinsam? An allen drei Orten sind die Grünen stärkste Partei. Selbst in ländlichen Gegenden wie der Salzburger Kleingemeinde Kuchl erreichte die Ökopartei bei der Wahl am Sonntag 26,9 Prozent.

Noch vor wenigen Jahren galten die Grünen in Österreich als Bürgerschreck, als chaotischer Haufen, der Haschtrafiken einführen und das Autofahren verbieten will, als eine Spezies, die nur im Großstadtbiotop überleben kann.

Jetzt wählt die Grünen aber auch vermehrt der, der so gar nicht zu ihrem Image passt: der als kleinbürgerlich verschriene Kleinstädter.

Die vergangenen vier Wahlen des Jahres 2013 zeigen, wie die Grünen mittlerweile auch in kleinen und mittelgroßen Städten punkten: In Salzburg-Stadt sind die Ökos mit 26,3 Prozent zum ersten Mal stimmenstärkste Kraft;

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