Der große Popcorn-Plan

Politik | Porträt: Joseph Gepp | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Wie zwei Wienerinnen eine Firma gründeten und sich gegen den Branchenriesen wehren

Eines Tages im Jahr 2008 sagt Sanela zu Emina Mandzuka, sie mag süßes Popcorn so gern. Schade, dass man es so selten kriegt im Supermarkt.

Heute stehen die Schwestern in einem zum Büro umfunktionierten Wiener Keller. Sie gehen eine Liste durch, deren Punkte sie einander zuwerfen wie schnelle Bälle. "1800 Packungen für den Event nächste Woche. Hast du die?“, fragt Emina. "Schon produziert“, antwortet Sanela. 400 weitere für die Onlinebestellung? Noch ausständig. Rund um einen Laptop häufen sich Unterlagen, im Büro stapelt sich kartonweise buntes Popcorn. Die Firma der Mandzukas hat die Schwelle, wo sie Mitarbeiter bräuchte, erreicht, wenn nicht überschritten.

Vor eineinhalb Jahren gründeten die Schwestern ihren "Popcorner“. Die Zutaten sind bio und erlesen, die Geschmacksrichtungen heißen "Snow White“ oder "Apfelstrudel“, eine größere Packung kostet schon mal fünf Euro. Emina, 36,


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