Kleiner Mann, ganz groß: das Volk im Visier der Populisten

Politik | Rezension: Matthias Falter | aus FALTER 19/13 vom 08.05.2013

Der Politologe Anton Pelinka organisierte eine Konferenz zum Thema Populismus, deren spannende Beiträge nun als Buch erschienen sind

Die Rede von der Krise der Politik und des Parteiensystems gehört zum Standardrepertoire des politischen Beobachters. Mit dieser Krise, so der allgemeine Tenor, gehe der Aufstieg populistischer Bewegungen einher. In Österreich taucht der Begriff Populismus oder, genauer: Rechtspopulismus spätestens mit dem Aufstieg der FPÖ Jörg Haiders auf (wobei die Bezeichnung der freiheitlichen politischen Programmatik als rechtspopulistisch oftmals eher dazu dient, um den Begriff des Rechtsextremismus zu vermeiden).

Populismus ist im politischen Alltag eine Frage des Standpunktes, gerade in Zeiten des Wahlkampfs unter den Bedingungen der österreichischen "Boulevarddemokratie“ (Fritz Plasser). Politiker und selbsternannte Antipolitiker wie Frank Stronach bedienen das Motiv des "kleinen Mannes“, der von "denen da oben“ in Wien und Brüssel um seine Rechte und


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